Das Marjanishvili-Theater, dessen Wurzeln bis in alte georgische Theatertraditionen zurückreichen, gilt seit 1928 als Leuchtturm der dramatischen Kunst. Gegründet in Kutaisi vom visionären Regisseur Kote Marjanishvili, entwickelte sich das Haus bald zum Zweiten Staatlichen Dramentheater Georgiens und wurde für seine Mischung aus antiken, klassischen und modernen Stücken berühmt.
Nach dem Umzug nach Tbilisi im Jahr 1930 wurde das Theater zum Zentrum des intellektuellen Lebens und zog die gefeierten Schriftsteller, Künstler und Komponisten der Epoche an. Nach Marjanishvilis Tod 1933 erhielt das Theater seinen Namen und sicherte so sein Vermächtnis.
Legendäre Schauspieler wie Veriko Anjaparidze, Ushangi Chkheidze, Tamar Chavchavadze und Shalva Gambashidze prägten die Bühne und bereicherten ihre künstlerische Vielfalt. Bis heute wurden rund 400 Aufführungen gezeigt, die verschiedene soziale und künstlerische Phasen der georgischen Geschichte beleuchten.
2006 übernahm Levan Tsuladze die künstlerische Leitung und leitete eine neue Ära von Dynamik und Innovation ein. Heute inspiriert das Marjanishvili-Theater weiterhin die Kulturlandschaft Georgiens und darüber hinaus und pflegt seine lange Tradition der dramatisierten Geschichte.
