Der Nationalpark Borjomi-Kharagauli liegt in Zentralgeorgien und umfasst eine Fläche von 85.083 Hektar. Der Park ist nach den Städten Borjomi und Kharagauli benannt, die sich an den gegenüberliegenden Enden des Schutzgebiets befinden.
Der Park wurde 1995 gegründet und zählt zu den größten Schutzgebieten Europas. Historisch diente das Gebiet als Jagdrevier des georgischen Adels und später als Holzlieferant für das Russische Reich.
Der Park zeichnet sich durch eine vielfältige Landschaft aus: Wälder, Wiesen, Schluchten und Berggipfel prägen das Gebiet. Mehr als 100 Vogelarten leben hier, darunter das kaukasische Birkhuhn und der Bartgeier. Darüber hinaus beherbergt der Park eine reiche Tierwelt mit Braunbären, Wölfen und Luchsen.
Besucher können eine Vielzahl von Aktivitäten genießen, etwa Wandern, Reiten und Zelten. Der Park verfügt über mehr als 500 Kilometer markierter Wege, die von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Trekkingtouren reichen.
Einer der Hauptanziehungspunkte sind die Borjomi-Mineralquellen, die seit der Antike für ihre heilenden Eigenschaften bekannt sind. Besucher können das Wasser kosten und eine geführte Besichtigung der Abfüllanlage des Borjomi-Mineralwassers unternehmen.
Der Nationalpark Borjomi-Kharagauli ist ganzjährig für Besucher geöffnet; die beste Reisezeit sind jedoch Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist. Der Park ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; es fällt eine geringe Eintrittsgebühr an.
Der höchste Punkt des Parks ist der Berg Kvirila mit 2.064 Metern Höhe. Die Entfernung von Tbilisi nach Borjomi beträgt etwa 160 Kilometer.
