Georgisches Medizinmuseum

Das Museum für Geschichte der georgischen Medizin in der Dimitri-Uznadze-Straße 51 in Tbilisi ist ein Schatzhaus der Medizingeschichte und -kenntnis. Mit einer Sammlung von 19.000 Objekten dient es als Ausbildungsbasis der Tbilisi State Medicine University. Gegründet 1963, ist es heute eine juristische Person öffentlichen Rechts unter dem Ministerium für Kultur und Denkmalschutz Georgiens.

Das Museum zeichnet die medizinische Geschichte Georgiens durch verschiedene Epochen nach, beginnend in der Vorzeit vor etwa 15 Millionen Jahren, was durch ausgestellte Überreste ausgestorbener Organismen wie Walsrippen, Ammoniten und Fußabdrücke von Amphicyoniden (Bärenhunden) belegt wird. Es führt weiter in die Bronzezeit (33.–11. Jahrhundert v. Chr.) mit archäologischen Fundstücken und reicht bis in die Zeit der mythischen Prinzessin Medea (12.–7. Jahrhundert v. Chr.).

Besucher können Materialien zur Ethnogenese und Anthropologie des georgischen Volkes erkunden, ergänzt durch Funde aus der Antike und dem Mittelalter. Georgische medizinische Handschriften und Instrumente der Volksmedizin lassen frühere medizinische Praktiken lebendig werden. Das Museum zeigt außerdem die Renaissance anhand des Erbes von Zaza Panaskerteli-Tsitsishvili und des georgischen Königs David XI sowie Archivmaterial bedeutender georgischer Ärzte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Geöffnet täglich außer montags von 11:00 bis 18:00 ist das Museum für Geschichte der georgischen Medizin ein Muss für alle, die die faszinierende Entwicklung der Medizin in Georgien entdecken möchten.

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