Kvirike- und Ivlita-Kirche von Kala

Abgelegen in den Bergen der Gemeinde Mestia, südlich des Chkhutneri-Gebirgszugs, liegt das Kloster von St. Kvirike und St. Ivlita von Kala. Das in Svan als Lagurka bekannte Kloster befindet sich in einer Höhe von etwa 1.870 Metern und wurde bereits im 10. Jahrhundert gegründet – ein bedeutender klösterlicher Komplex des Mittelalters.

Die Kirche im Kloster ist eine Hallenkirche und spiegelt die Bauweise ihrer Zeit wider. Ihre Wände sind ein wertvolles Geschichtsbuch und tragen Wandmalereien, die 1112 von König Theodor geschaffen wurden. Dieser Herrscher hinterließ bereits 1096 seine künstlerische Handschrift an der Erzengelkirche in Ipari.

Heute ist das Kloster ein wahres Schatzkammer religiöser Kunst. Die Sammlung der Heiligen Stätten von St. Kvirike und St. Ivlita repräsentiert die Kunst vom 10. bis zum 13. Jahrhundert und umfasst mittelalterliche gravierte und bemalte Ikonen. Darunter befindet sich eine mit Emaille verzierte Ikone, die von den Svanen „Shaliani-Ikone“ genannt wird.

Nur einen Kilometer vom Kloster entfernt erhebt sich die Kirche des St. Kvirike aus dem 12. Jahrhundert. Auf einem Gipfel über dem kleinen Dorf Kala gelegen, erwacht sie alljährlich am 28. Juli zum Leben bei der Feier Kvirikoba. Das Fest gedenkt des Martyriums zweier früher svanischer Christen und ist ein farbenprächtiges Zeugnis lokaler Kultur und Tradition.

Eine faszinierende Legende, die mit diesem Fest verbunden ist, erzählt von unglücklichen Liebenden und ihrem tragischen Schicksal, das zur Entstehung des sogenannten „Turms der Liebe“ führte. Diese Erzählung verleiht dem Ort zusätzliche kulturelle Tiefe und malt ein lebendiges Bild seiner mittelalterlichen Vergangenheit.

Das Kloster von St. Kvirike und St. Ivlita von Kala ist nicht nur ein religiöser Ort. Es ist ein Symbol der reichen Vergangenheit und des kulturellen Erbes der Region und lädt Besucher ein, in seine Geschichte einzutauchen.

Kvirike- und Ivlita-Kirche von Kala Karte

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