Tauchen Sie ein in die georgische Geschichte im Staatlichen Museum Ilia Chavchavadze, einem unverzichtbaren Erinnerungsort in der Region Kachetien. Gegründet 1937 und seit 2008 als juristische Person des öffentlichen Rechts geführt, erweckt das Museum das Leben des angesehenen georgischen Dichters und öffentlichen Vertreters Ilia Chavchavadze (1837–1907) zum Leben.
Untergebracht im historischen Familienkastell und Wohnhaus Ilia Chavchavadzes zeigt das Museumsensemble eine beeindruckende Sammlung von über 1346 Objekten. Sie finden persönliche Gegenstände des Dichters, Manuskripte, das Familienwappen und sogar Ausgaben der von ihm gegründeten Periodika. Umfangreiche Fotografien, Archivdokumente und Ausgaben seiner Werke in mehreren Sprachen gewähren intime Einblicke in sein außergewöhnliches Leben.
Schon das Äußere des Museums erzählt eine lebhafte Geschichte. Am Eingang passieren Sie einen fünfhundert Jahre alten Walnussbaum, unter dem Ilia oft saß und die Volkserzählungen niederschrieb, die ihm von den Bauern erzählt wurden. Weiter im Inneren erhebt sich ein dreistöckiger Turm aus dem 17. Jahrhundert – stummes Zeugnis vergangener Invasionen und einstiger Zufluchtsort für Frauen und Kinder.
Chavchavadzes Geburtsstätte, ein bescheidenes Dreizimmerhaus auf dem Museumsgelände, zeigt einen schmuckvollen Balkon und einen angebauten Familienweinkeller. Bemerkenswert: Der Keller ist noch in Gebrauch. Er beherbergt 37 Qvevris (traditionelle georgische Weingefäße), in denen am Iliaoba (8. November) die ältesten Rebsorten der Welt – weißes Rkatsiteli und roter Saperavi – zu Wein vergoren werden. Sollten Sie zu dieser Zeit im Land sein, ist eine Teilnahme an der Feier sehr zu empfehlen.
In der Nähe trägt eine am Duruji-Fluss arbeitende Mühle zum ländlichen Charme des Ortes bei.
Im Ausstellungsraum werden die vielen Rollen präsentiert, die Chavchavadze im Laufe seines Lebens innehatte: Schriftsteller, öffentliche Persönlichkeit, Herausgeber, Verleger, Bankier und Politiker. Durch Gemälde, die von seinen Werken inspiriert sind, Haushaltsgegenstände, Waffen und Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert erschließt sich ein tieferes Verständnis für Chavchavadzes Beitrag zu Georgien.
Das Staatliche Museum Ilia Chavchavadze in der Rustaveli-Straße 2 in Kvareli verspricht einen intensiven Einblick in das Leben des Mannes, der liebevoll als "König Georgiens ohne Krone" bezeichnet wird.
