Der Goderdzi-Alpengarten entfaltet seine grünen Weiten und vielfältigen Ökosysteme in der Gemeinde Khulo in Adjara und liegt auf der Südflanke des Adjara-Trialeti-Kamms in 1.960 m Höhe, unweit des Goderdzi-Resorts im Gebiet Shkernali. Der Garten erstreckt sich über bis zu zehn Hektar. In früheren Jahrzehnten war diese Fläche überwiegend subalpiner Wald und zeugt von der landschaftlichen Entwicklung der Region.
Ein Mosaik aus Lebensräumen — Wald, Wiese, See, Sumpf und felsige Bereiche — zeichnet die natürliche Vielfalt innerhalb der Gartenanlagen aus. Besonders auffällig ist der Steingarten als charakteristisches Element der alpinen Zone, ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Helmut Wisnet vom Botanischen Garten München und einem engagierten Team georgischer Fachleute entstanden ist.
Die Anlage des Goderdzi-Alpengartens begann 2012; seither befindet sie sich in kontinuierlicher Entwicklung und Bereicherung. Die zentrale Aufgabe des Gartens ist das Sammeln, Dokumentieren und Nutzen hochmontaner einheimischer Pflanzen für Forschung, Bildung und sinnliche Entdeckungen – stets mit dem Ziel, gefährdete Arten für kommende Generationen zu schützen.
Beim Blick auf die Pflanzenwelt offenbart sich ein Schatz an Biodiversität: sechs Arten verholzter Pflanzen und rund hundert Arten krautiger Pflanzen, überwiegend heimisch in der Region. Diese reiche Sammlung spiegelt das Engagement des Gartens für den Erhalt des botanischen Erbes der Ajara-Hochebenen wider.
Die Anreise zum Alpengarten Goderdzi beträgt 115 km von Batumi und führt von Meeres- und tropischen Szenerien in die bezaubernden Alpenzonen Ajara. Im botanischen Kleinod finden 50 wildwachsende Pflanzenfamilien, 111 Gattungen und 161 Arten Platz, verteilt auf 15 thematische Bereiche – darunter Gebirgsflüsse, Seen, Sümpfe, felsige Ökotopen sowie Picknick- und Campingplätze. Ein einzigartiger 4.000 m² großer Alpengarten, sorgfältig von georgischen Spezialisten und einem Gärtner des Botanischen Gartens München angelegt, zählt zu den Höhepunkten.
Ein besonderes Erlebnis erwartet Besucher: der Genuss von Wildhonig aus der Jara — einer adjarsischen, aus einem ganzen Baumstamm gefertigten traditionellen Bienenbeute — sowie das Kennenlernen der damit verbundenen Bräuche. Die beste Zeit für einen Besuch reicht von Mitte Mai bis Mitte Oktober; außerhalb dieses Zeitraums liegt die Landschaft oft unter einer unpassierbaren Schneedecke.
