Lakumurash Toba ist ein Juwel, verborgen in den malerischen Falten der georgischen Region Samegrelo‑Zemo Svaneti, in der Gemeinde Mestia. Auf dem Egrisi‑Grat gelegen, ruht dieser stille See in einer Höhe von 2.500 Metern, etwa 15 Kilometer vom berühmten Tobavarchkhili‑See entfernt.
Die Reise zu Lakumurash Toba ist nichts für schwache Nerven. Seine Abgeschiedenheit und das Fehlen gut markierter Wanderwege machen die Expedition anspruchsvoll und weit entfernt von besiedelten Gebieten. Die beschwerliche Tour erfordert das Überwinden erheblicher Schwierigkeiten und ist eher für erfahrene Bergwanderer als für Einsteiger oder Fortgeschrittene geeignet.
Zwei Hauptrouten führen zu Lakumurash Toba: die erste beginnt in Khaishi, die alternative führt über den Tobavarchkhili‑See. Beide Varianten versprechen eine Wanderung unter extremen Bedingungen und durch faszinierende Landschaften.
Der Anblick von Lakumurash Toba, eingebettet zwischen mächtigen geneigten Felsmassen, belohnt jeden Wanderer sofort. Diese imposanten Naturformationen verstärken den Glanz des Sees und verleihen der Umgebung eine beinahe magische Stimmung.
An der Grenze zwischen Svaneti und Samegrelo gelegen, ist Lakumurash Toba ein weniger bereister Ort, doch die anspruchsvolle Route ist für viele georgische Wanderer ein Traumziel. Die Besteigung verlangt mentale und körperliche Stärke; die beste Jahreszeit für die Tour ist der August, bei günstigen Wetterbedingungen.
Der Weg – oder besser gesagt sein Fehlen – führt durch dunkle, feuchte Wälder, die Sie mit Tau benetzen, über Rutschungen und steile Hänge, bei denen rutschige Rhododendronsträucher und Grasbänder Halt bieten. Eine fast alpinistische Passage erfordert das Erklimmen einer Felswand an natürlich entstandenen Trittstellen.
Den gewaltigen Schwierigkeiten stehen unvergleichliche Belohnungen gegenüber für jene, die Ausdauer, Mut und Entschlossenheit mitbringen. Der triumphale Blick auf den See spiegelt in seinen klaren Wassern den höchsten Gipfel Europas, Mt. Elbrus. Wasserfälle stürzen in den See und bereichern die Szenerie mit anmutigem Rauschen. Dieses unberührte Naturereignis ist zugleich magisch und transformierend.
Der Name Lakumurash Toba und seine Wasserversorgung stammen vom Gletscherschmelzwasser des Berges Lakamurash. Der Begriff „Toba“ bedeutet auf Megrelisch „See“. In der swanischen Sprache wird der See Chipsta Varchkh genannt, ein Zeugnis der kulturellen Vielfalt der Region.
Ob Sie ein unerschrockener Trekker oder Liebhaber einsamer Naturschönheiten sind – eine Reise zum Lakumurash Toba ist mehr als eine körperliche Herausforderung; sie führt tief in persönliche Entwicklung und Selbsterkenntnis.
