Im Herzen Kachetien, nahe dem malerischen Dorf Arashenda, stößt man auf ein schimmerndes Gewässer, das auf den ersten Blick wie ein wohlgehütetes Geheimnis der Natur wirkt. Doch die Geschichte des Stausees Lakbe, von manchen Einheimischen Lakbi genannt, ist die eines Zusammentreffens menschlichen Ehrgeizes und der Ausdauer der Natur.
In den lebhaften 1980er Jahren konzipiert, entstand dieses Gewässer durch das Aufstauen des Lakbe-Flusses. Ursprünglich sollte es das Shirak-Tal mit einer dauerhaften Bewässerungsquelle versorgen, doch der Bau wurde vor der Fertigstellung eingestellt. Die Natur übernahm das Ruder und formte aus dem Projekt einen scheinbar unberührten See. Tauchen Sie ein, und Sie finden Tiefen von bis zu 22 Metern.
Die Umgebung erhöht den Reiz des Stausees zusätzlich. Angrenzend liegt der mystische Pkhoveli-Wald, ein Ort, an dem die Bäume von den einzigartig sauren Gewässern und dem mineralreichen Schlamm darunter flüstern. Legenden schreiben diesen heilsame Kräfte zu — ein Tag am Stausee kann also Körper und Seele erneuern.
Die Menschen haben zwar Karpfen und Großkopfkarpfen eingesetzt, doch es ist der Döbel, der sich vom Fluss her als heimischer Bewohner etabliert hat. Für Fischliebhaber gibt es hier noch viel über die vielfältige Fischwelt zu entdecken.
