Jvaris Mama-Kirche

Im historischen Viertel von Old Tbilisi liegt die Jvaris Mama, oder St. Cross Church, ein Denkmal, das Jahrhunderte georgischen Glaubens und Widerstandskraft widerspiegelt. Ursprünglich in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts erbaut, orientiert sich ihr Bau an den architektonischen Formen des heiligen Grabes auf Golgotha und galt über die Jahre als bedeutendes Pendant zu den georgischen Kirchen in Jerusalem.

Die Geschichte reicht bis zur Zeit von König Vakhtang Gorgasali, dem Gründer Tbilisis: An dieser Stelle stand ursprünglich die Kirche Golgotha, die Nonnen aus Jerusalem beherbergte, darunter das Kloster des Heiligen Kreuzes (georgisch 'Jvari'). Dieses angesehene Bildungs- und Kulturzentrum blühte mit der Unterstützung der Pfarrei Jvaris Mama. Trotz der Zerstörung der ursprünglichen Kirche durch Timurs Heer im 14. Jahrhundert führte die Widerstandskraft zum Bau des heutigen Gebäudes im 16. Jahrhundert.

Neben den Kirchen Norashen und Sioni (Zion) gelegen, ist dieses schlicht geschmückte Bauwerk mit in Ziegeln ausgearbeiteten Kreuzen im 19. Jahrhundert durch Abt Benedict, einen Geistlichen des Bistums Bethlehem in Palästina, wiederbelebt worden. Seine wechselvolle Geschichte führte unter der sowjetischen Herrschaft zur Nutzung als Büchermagazin; 1983 wurde das Umfeld umfassend umgestaltet, wobei angrenzende Wohnhäuser und Tavernen entfernt wurden. Nach Jahren des Stillstands nahm die Kirche 1989 ihren Dienst wieder auf.

Heute finden Besucher dieses bedeutende Relikt der georgischen Religionsgeschichte in der 41 Kote Abkhazi Street. Die einst lebhaften Fresken, die in sowjetischer Zeit übermalt wurden, flüstern noch immer Geschichten aus der Vergangenheit und machen die Jvaris Mama zu einem faszinierenden Ziel für alle, die Tbilisis Geschichte und spirituelles Erbe näher kennenlernen möchten.

Jvaris Mama-Kirche Karte

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