Im malerischen Mestia in Svaneti steht das Mikheil Khergiani Haus-Museum, ein Tribut an eine Bergsteigerlegende, deren Vermächtnis in den Annalen des internationalen Alpinismus weiterlebt. Bekannt als „Tiger of the Cliffs“ schrieb Mikheil Khergiani als furchtloser Eroberer der Berge Geschichte, darunter ein Gipfel im Turkestan-Gebirge mit 4.960 Metern, und sogar ein Asteroid (#3234) trägt seinen Namen.
1932 in Mestia geboren, entstammte Khergiani einer Linie svanischer Bergsteiger – das Alpinismusblut floss ihm in den Adern. Als anerkannter Meister des Sports und dreifacher sowjetischer Meister im Alpinismus war Khergiani zudem siebenfacher Sieger der sowjetischen Meisterschaften. Seine Erfolge im Felsklettern brachten ihm zahlreiche Auszeichnungen ein; den Beinamen „Tiger of the Cliffs“ verlieh ihm persönlich Königin Elizabeth II.
Khergianis Leben war nicht nur von den bestiegenen Gipfeln geprägt – vom Kaukasus über Pamir und Tian-Shan bis zu den Alpen –, sondern auch von seinen mutigen, selbstlosen Rettungsaktionen. Ein außergewöhnlicher Retter, dessen Bereitschaft, sein eigenes Leben für andere zu riskieren, in seinen am Tag vor seinem tragischen Ende verfassten Worten nachklingt. 1969 kam er bei einem Steinschlag am Su-Alto-Gipfel in Italien ums Leben; er stürzte 600 Meter in den Tod.
Das 1983 im Geburtshaus eröffnete Mikheil Khergiani Haus-Museum gewährt Einblicke in das Leben dieses bemerkenswerten Bergsteigers. Gezeigt werden persönliche Gegenstände, Auszeichnungen, Fotografien, Geschenke und Ausrüstungsstücke. Ebenfalls zu hören ist eine Audioaufnahme eines Liedes, das Vladimir Vysotsky Khergiani widmete.
Überreste des tödlichen Seils, das von seinem tragischen Ende zeugt, sind ebenfalls ausgestellt. Trotz seines frühen Todes mit 37 Jahren lebt Khergianis Geist in den zahllosen Menschen weiter, denen er das Leben rettete, und in den Gipfeln, die er bezwang. Ein Besuch des Mikheil Khergiani Haus-Museums ist eine Reise in das Leben eines Mannes, der mehr war als ein Bergsteiger – er ist und bleibt ein Symbol für Widerstandskraft, Tapferkeit und Selbstlosigkeit.
