Atsana

Atsana (აცანა) ist ein Dorf in Guria, Georgien, in der Gemeinde Lanchkhuti und Zentrum einer Gemeindeeinheit, zu der auch Telmani gehört. Es liegt an den Südhängen des Gurischen Kamms, am Fluss Atsauri, auf etwa 150 m Höhe und 8 km von Lanchkhuti entfernt. Die Straße Lanchkhuti–Nasakirali führt durch das Dorf. Atsana verfügt über eine Schule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen medizinischen Posten und ein Kulturzentrum.

Der Name Atsana geht wahrscheinlich auf eine Laz-Chan-Wurzel zurück; das Dorf ist seit der Antike bekannt. Zu seinen ältesten Hinterlassenschaften gehört ein Hebestein, der einst bei Wettbewerben verwendet wurde. Früher blühte die Seidenproduktion, und adlige Familien wie die Tuski lebten hier. Ab dem 17. Jahrhundert gehörte der Ort der Familie Tavadgiri. In den 1850er Jahren fand im Herbst ein einwöchiger Markt statt; 1883 wurde eine einklassige Schule eröffnet, und nach der Niederschlagung der Gurischen Republik 1906 brannten Truppen das Dorf nieder. In sowjetischer Zeit wurde Atsana zu einem Tee-Anbauzentrum mit einer örtlichen Fabrik; außerdem wurden Mais, Tungbaum und Zitrusfrüchte angebaut.

Atsana verbindet Geschichte und Natur und lädt Reisende ein, Georgien jenseits der üblichen Routen zu entdecken. Einst stand hier das Kloster Oqoni mit seiner Schutzmauer, das im 19. Jahrhundert aufgegeben und später durch eine neue Kirche ersetzt wurde. Das Dorf besaß außerdem eine hölzerne Kuppelkirche des Erlösers aus dem 19. Jahrhundert, die inzwischen verloren ist; Reste der Georgskirche sind aber noch erhalten. Auf dem Weg nach Mamati, einem rechten Zufluss des Atsauri, verbirgt sich der Sakukhia-Wasserfall, und die nahegelegene Sakukhia-Schlucht erstreckt sich über etwa 16 km und bietet malerische Schluchten und bewaldete Hänge.

Im Laufe der Zeit sank die Einwohnerzahl von 1.775 im Jahr 1914 auf 586 im Jahr 2014. Zu den bekannten Söhnen des Ortes zählen der Politiker und Diplomat Grigol Uratadze, der Schauspieler Vasil Chkhaidze (1905–1986) und der Held der Sowjetunion Davit Tavtadze (1916–1979).

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