Saro-Festung

Von Jahrtausenden umwoben steht die Saro-Festung in Georgien als Zeugnis menschlicher Widerstandskraft und architektonischer Meisterschaft. Ihre Wurzeln, die man in vorchristlicher Zeit vermutet, entfalten eine fesselnde Geschichte zyklopischer Bauweise, die bis heute fasziniert.

Obwohl die genaue Datierung unklar bleibt, wird angenommen, dass die Saro-Festung im 1. oder 2. Jahrtausend v. Chr. erbaut wurde. Diese Annahme stützt sich auf zahlreiche archäologische Funde – frühe und späte bronzezeitliche Artefakte sowie mittelalterliche Tonscherben –, die in der nahegelegenen Siedlung entdeckt wurden. Diese Schätze belegen eine Besiedlung rund um das Dorf Saro seit mindestens dem 2. Jahrtausend v. Chr.

Die architektonische Komplexität der Saro-Festung ist Ausdruck strategischer Brillanz. Die Anlage besteht aus drei getrennten Bauwerken, die jeweils unabhängig voneinander Verteidigungszwecken dienten. Diese Bauten wurden zeitweise wiederaufgebaut, stehen heute als Ruinen und erreichen Höhen von 2,5 bis 3 Metern.

Beim Trockenmauerwerk fallen Felsblöcke von bis zu 2,5 Metern Länge und Breite ins Auge, sorgfältig nebeneinander gesetzt. Diese zyklopische Bauweise, bei der trotz der enormen Steinblöcke eine erkennbare Symmetrie besteht, kennzeichnet die Saro-Festung.

Der antike Festungskomplex im Dorf Saro, Gemeinde Aspindza, Region Samtskhe-Javakheti, umfasst die Untere Festung, die Mittlere Festung und die Neue Festung, die auch als Turm bezeichnet wird. Jede Anlage nimmt eine markante Position ein: die Untere Festung am südwestlichen Rand des Dorfes, die Mittlere Festung nahe der Kirche der Erzengel und die turmartige Obere Festung, die von Norden aus über allem wacht.

Jede Festung weist besondere Merkmale auf. So besitzt die Untere Festung eine mit einem Architrav gedeckte Tür und eine Fundstelle, während die Mittlere Festung Räume unterschiedlicher Größe und separate Ruinen umfasst. Südlich der Festungen deuten Reste von Steinmauern und Gebäuden auf eine einstige Siedlung hin.

Neben dem architektonischen Reiz brachte die Umgebung der Saro-Festung Keramikfragmente der Mtkvar-Araks- (oder Kura-Araxes-)Kultur der Frühbronzezeit, Funde der Spätbronzezeit und des Mittelalters sowie Bestattungen aus frühen Phasen der Spätbronzezeit und der hellenistischen Zeit zu Tage.

Der Ort bietet einen Aussichtspunkt mit atemberaubendem Blick auf die Schlucht der Mtkvari (Kura) und macht die Saro-Festung zu einem Muss für alle, die sich für Archäologie, Geschichte oder einfach für spektakuläre Landschaften begeistern.

Saro-Festung Karte

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