Auf den östlichen Hängen des Saalmi Mountain gelegen, wirkt Gogrulta wie ein Echo der Vergangenheit; seine Geschichte ist vom Geheimnis der bei Ausgrabungen freigelegten Gräber aus dem 5. Jahrhundert durchdrungen.
Trotz seines Rufs als eines der malerischsten Dörfer der Region Tusheti bleibt Gogrulta weitgehend verschont von Menschenmengen. Anders als die häufiger besuchten Orte Omalo und Shenako beherbergt Gogrulta nur eine Handvoll Familien und strahlt dadurch eine stille Intimität aus, die seinen Reiz noch verstärkt.
Als Besucher dieser einzigartigen Siedlung, die auf dem Gipfel eines bescheidenen Hügels liegt, sind Sie nicht nur Beobachter, sondern aktiver Teil des Rhythmus des Berglebens. Das Dorf heißt Sie inmitten alter Traditionen willkommen und bietet die Möglichkeit, in den authentischen Lebensstil der Tushi einzutauchen. Ob beim Melken der Kühe, beim Butterrühren oder beim Zubereiten von Khinkali – einem köstlichen lokalen Teigtaschengericht – verspricht ein Aufenthalt bei einer einheimischen Familie in einem traditionellen Haus eine bereichernde, praktische Erfahrung.
Gogrulta liegt gegenüber von Dochu, eingebettet am anderen Ufer der Gomertsi Alazani-Schlucht bzw. des Tals, und ist nur über ein Netz steiler, anspruchsvoller Pfade erreichbar, die so abenteuerlich wie lohnend sind. Die Strecke vom Haupttalweg von Omolo nach Gogrulta ist zwar mühsam, bietet aber atemberaubende Ausblicke und den Nervenkitzel, schwieriges Gelände zu durchqueren.
Ob Sie nun ins Flusstal unterhalb von Dochu absteigen und den steilen Aufstieg auf der anderen Seite der Schlucht wagen oder den Pfad von Iliurta nach Khakhabo wählen – der Weg nach Gogrulta ist Teil des Abenteuers. Trotz steiler Anstiege und teils prekärer Pfade lohnt sich die Mühe: Die Ankunft in dieser abgelegenen Siedlung mit ihren beeindruckenden Panoramablicken und bereichernden kulturellen Erlebnissen rechtfertigt jeden Schritt.
