Das Erebuni-Museum, gegründet 1968, erinnert an den 2750. Jahrestag Yerevans, der Hauptstadt Armeniens. Am Fuße des Arin Berd-Hügels gelegen, bietet das Museum die einzigartige Möglichkeit, die antike urartäische Festung Erebouni zu erkunden, die 782 v. Chr. von Argishti I., König von Urartu, erbaut wurde. Die Festung wurde freigelegt, restauriert und als Freilichtmuseum gestaltet, sodass Besucher die reiche Geschichte der Zitadelle unmittelbar erleben können.
Die Festung, überwiegend aus ungebrannten Ziegeln errichtet, war einst von mächtigen Mauern umgeben und hatte im Herzen den Tempel des Gottes Khaldi. Zahlreiche Wandfresken schmückten den Tempel, und riesige Karassen (Weinlagergefäße) waren in den Boden eingelassen. Die Ausgrabungen förderten Keramik, Töpferscheiben und andere Fundstücke zutage, die Einblicke in das Alltagsleben und die Gewohnheiten der Bewohner von Erebouni geben.
Heute beherbergt das Erebuni-Museum über 12.000 Exponate, darunter sups, Krüge, Bronzearmbänder, Glas- und Achatperlen. Das Museumsgebäude, entworfen von den Architekten Baghdasar Arzoumanian und Shmavon Azatian sowie dem Bildhauer A. Harutiunian, spiegelt durch seine skulpturale Gestaltung die Geschichte des alten Reiches von Urartu wider. Das Erebuni-Museum verfügt außerdem über zwei Zweigstellen in Shengavit und Karmir Blur mit zusätzlichen Sammlungen.
Neben der Dauerausstellung veranstaltet das Erebuni Historisch-Archäologische Reserve-Museum regelmäßig Sonderausstellungen, um die Sammlungen zu präsentieren und die neuesten archäologischen Erkenntnisse aus Erebuni, Karmir Blur und Shengavit vorzustellen.
Unter der Leitung von Miqayel Badalyan seit 2018 lädt das Erebuni-Museum zu einer faszinierenden Reise in die alte Geschichte Yerevans ein und vermittelt eindrucksvoll das Alltagsleben am Hof von Argishti I. sowie die lebendige Kultur der urartäischen Zivilisation.
