Die Erkundung der faszinierenden Naturschutzgebiete Georgiens bietet Familien und Naturfreunden ein einzigartiges und bereicherndes Erlebnis. Dieser Artikel stellt verschiedene Schutzgebiete und Parks im ganzen Land vor, legt den Schwerpunkt auf familienfreundliche Aktivitäten und hebt die Besonderheiten jedes Ziels hervor.
Tusheti Protected Areas
Die 2003 eingerichteten Schutzgebiete von Tusheti umfassen den Tusheti-Nationalpark, das strikte Naturschutzgebiet Tusheti und das geschützte Landschaftsgebiet Tusheti. Dieses abgelegene Ziel, das nur über den hochgelegenen Abano-Pass zugänglich ist, zeichnet sich durch dramatische Berglandschaften und große kulturelle Bedeutung aus. Die Region bietet mehrere Wanderwege, die von eintägigen bis zu sechstägigen Touren reichen und Familien ein abenteuerliches Erlebnis ermöglichen. Das Besucherzentrum in Omalo ist Anlaufstelle zur Tourenplanung und zur Ausrüstungsvermietung. Am besten besucht man Tusheti in der Hochsaison von Juli bis September; außerhalb dieser Monate ist die Region aufgrund von Schneefall meist unzugänglich.
Vashlovani National Park
Der 1935 gegründete Vashlovani-Nationalpark ist bekannt für seine einzigartigen Halbwüstenlandschaften. Er umfasst ein Naturschutzgebiet, einen Nationalpark und drei Naturdenkmäler. Im Park gibt es sieben kurze Wanderouten, das Gebiet ist jedoch am besten mit einem Allradfahrzeug (4×4) zu befahren. Für Besucher ohne eigenes Fahrzeug werden Jeep-Touren angeboten. Die beste Reisezeit ist Frühling oder Herbst; im Sommer können extreme Hitze und vereinzelt Regenfälle das Fahren erschweren.
Javakheti Protected Areas
Die 2011 gegründeten Javakheti-Schutzgebiete erstrecken sich über 14.200 Hektar und umfassen mehrere Reservate. Die Gegend ist durch erloschene Vulkane und Seen geprägt, darunter der größte See Georgiens, der Paravani-See. Das Gebiet bietet vielfältige Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Fliegenfischen und Vogelbeobachtung mit rund 140 Vogelarten – mit etwas Glück lassen sich sogar wilde Flamingos beobachten. Ideal zu besuchen sind Frühling, Sommer und Herbst; der Winter bietet hingegen besondere Schneeschuh-Trails und gefrorene Seen.
Kobuleti Protected Areas
In der Nähe von Batumi gelegen, wurde Kobuleti 1998 zum Schutzgebiet erklärt, wegen seiner einzigartigen Torfmoore mit Sphagnum-Moosen. Die Region verfügt über kurze Wanderwege und ist bei Vogelbeobachtern und Ökologen beliebt. Besucher können spezielle "Skier" mieten, um auf den Sphagnum-Matten zu gehen. Die besten Zeiten zur Vogelbeobachtung sind Frühling und Herbst.
Der nahe Batumi gelegene Machakhela-Nationalpark wurde 2013 zum Schutz der kolchischen Wälder gegründet. Der Park bietet drei markierte Wanderungen und Möglichkeiten für Führungen, unter anderem Besuche in einer lokalen Werkstatt zur traditionellen Waffenfertigung. Empfehlenswerte Besuchszeiten sind Mai–Juni sowie September–Oktober, um die heißen und feuchten Sommermonate zu vermeiden.
Lagodekhi Protected Areas
Lagodekhi, das älteste Naturschutzgebiet Georgiens und 1912 gegründet, befindet sich in der Region Kachetien. Es bietet Wander- und Reitwege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Bei nassem Wetter können die Pfade gefährlich werden, daher empfiehlt sich ein Besuch vor allem von Juni bis September.
Botanischer Garten Batumi
Der Botanische Garten Batumi an der Schwarzmeerküste gehört zu den größten und artenreichsten Gärten der ehemaligen Sowjetunion. Auf über 111 Hektar beherbergt er Tausende von Pflanzenarten aus aller Welt. Der Garten ist in neun floristische Sektionen unterteilt, die verschiedene geographische Zonen repräsentieren. Für Familien ist er ein hervorragender Ort, um eine große Vielfalt an Pflanzen zu entdecken und den malerischen Blick aufs Schwarze Meer zu genießen.
Mtirala National Park
Der nahe Batumi gelegene Mtirala-Nationalpark ist für seine vielfältige Flora und Fauna bekannt. Sein Name bedeutet „weinender Berg“, denn die Region zählt zu den feuchtesten in Georgien, was zu einer reichen Biodiversität führt. Der Park bietet verschiedene Wege zum Wandern, Vogelbeobachten sowie zum Erkunden von Wasserfällen und Seen. Familien, die intensiv in die Natur eintauchen und Picknicks sowie Wanderungen unternehmen möchten, finden hier ideale Bedingungen.
Borjomi-Kharagauli National Park
Dieser Nationalpark, einer der größten Europas, ist berühmt für seine Mineralquellen und vielfältigen Ökosysteme. Er bietet ein breites Angebot an Ökotourismus-Dienstleistungen, darunter gut markierte Wege, Besucherzentren und Campingplätze. Die Routen variieren im Schwierigkeitsgrad und richten sich sowohl an erfahrene Wanderer als auch an Familien mit Kindern. Bekannt ist der Park zudem für seine heilklimatischen Eigenschaften und das Mineralwasser, die den Besuch auch unter gesundheitlichen Aspekten attraktiv machen.
Kintrishi Protected Areas
In der Region Adscharien gelegen, umfassen die Kintrishi-Schutzgebiete das Naturschutzgebiet Kintrishi und die geschützte Landschaft Kintrishi. Die Gebiete zeichnen sich durch unberührte Natur aus, mit alten kolchischen Wäldern, alpinen Wiesen und dem Kintrishi-Fluss. Sie bieten Möglichkeiten für ökologische Bildung, Wanderungen und das Entdecken besonderer Flora und Fauna – ideal für Familien, die eine ruhige Naturerfahrung suchen.
Kolkheti National Park
Entlang der Schwarzmeerküste erhalten die Kolkheti-Nationalpark die natürlichen Feuchtgebiete des Kolkheti-Tieflands. Der Park spielt eine wichtige Rolle beim Schutz von Feuchtlebensräumen und Vogelarten. Er bietet Bootstouren über den See Paliastomi und den Fluss Pichori, die eine besondere Perspektive auf die verschiedenen Ökosysteme ermöglichen. Das Besucherzentrum des Parks organisiert darüber hinaus pädagogische Aktivitäten, die sich gut für Familien und Kinder eignen.
Jedes dieser Schutzgebiete in Georgien bietet ein eigenes Erlebnis – von den botanischen Wundern des Botanischen Gartens Batumi bis zu den Feuchtgebieten des Kolkheti-Nationalparks. Diese Ziele verbinden Bildung, Abenteuer und Erholung und sind damit ideal für Familienausflüge und Naturbegeisterte.
