Der Nuri-See liegt in Batumi, in der Region Adjara, nahe der Schwarzmeerküste. Der See, auch bekannt als Pioneer Lake, Nuri-Geli oder Gel-Bashi, liegt 0,2 Meter über dem Meeresspiegel und wird hauptsächlich von Grundwasser gespeist. Im 19. Jahrhundert war das Gebiet sumpfig; ab 1933 begann die Umgestaltung: der Stadtgarten wurde in einen Kinderpark verwandelt und sowohl Park als auch Uferbereiche erneuert. Ein Kanal, der den See mit dem Schwarzen Meer verbindet, wurde angelegt; 1947 wurde das Schiff "Pioneer" zu Wasser gelassen, gefolgt von "Ace" im Jahr 1988. Der See ist reich an verschiedenen Fischarten und von Legenden sowie historischen Fakten umgeben.
Bootsfahrten sind am Nuri-See möglich; Sie können sogar selbst das Boot steuern. Der umliegende „May 6 Park“ beziehungsweise der „Zentralpark von Batumi“ bietet Erholungsflächen, Spielbereiche für Kinder und einen kleinen Zoo.
Den Legenden zufolge hieß Nuri-Geli einst Gel-Bashi – benannt nach einem tragischen Ereignis, bei dem ein Kind namens Nuri ertrank und die Rufe der Mutter "Nuri, Geli" täglich widerhallten. Der Gouverneur General Smekalovsky wollte das Gebiet in einen Garten verwandeln und engagierte den preußischen Gärtner Rasler; dieser verstarb jedoch 1884, drei Jahre nach Beginn des Projekts. Ein französischer Gärtner übernahm die Arbeiten, und 1888 führte der Besuch des russischen Kaisers zur Umbenennung in "Garden of Alexandrov". Das Areal umfasste damals 78.000 m². 1993 wurde es zum „Children's Park“ und später zum „Pioneer Park“; außerdem entstand ein Zoo.
Jahrzehnte später wurden Renovierungen durchgeführt und der Zoo auf 20 Hektar erweitert, unterteilt in Sektoren für Vögel, Beuteltiere und Huftiere. Geplant ist die Eröffnung eines Streichelzoos. Seit 1936 finden im Park Kinderprogramme und -clubs statt; 1975 wurde ein Delfinarium eröffnet, das schnell zu einer Hauptattraktion wurde. Es schloss Anfang der 1990er Jahre, wurde aber später mit Unterstützung der Stadtverwaltung Batumi und der Wohltätigkeitsstiftung „Cartu“ wiedereröffnet. Das Delfinarium ist Teil eines wissenschaftlichen Forschungszentrums und beherbergt 14 Delfine aus dem Roten Buch zur Rehabilitation. Das benachbarte Aquarium, 1966 eröffnet, beherbergt rund 100 Arten, darunter den japanischen Karpfen.
Durch Renovierungen in den Jahren 2006–2007 erhielt der Park sein heutiges Erscheinungsbild und heißt nun „May 6 Park“. Er erstreckt sich über 165.000 m² und ist heute eines der wichtigsten Freizeitzentren Adjara. Zu den Aktivitäten gehören Picknicks, Bootsfahrten sowie Besuche im Delfinarium, Aquarium und Zoo. Im See leben Fischarten wie Meeräsche, Karpfen und Brachse; 2018 wurde im See zudem eine Otter-Unterart entdeckt, die seit den 1920er Jahren nicht mehr gesehen worden war – ein weiteres faszinierendes Kapitel seiner reichen Geschichte.
